Samstag, 23. 01. 2010, TU München, MI00.13.009A
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Effizientes und effektives Projektmanagement ist ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor für das Gelingen großer Software-Projekte. In dieser Vorlesung werden die speziellen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von Großprojekten aus der Praxiserfahrung eines großen Softwarehauses dargestellt. Basis sind erprobte Methoden und Werkzeuge zur Steuerung großer Software-Projekte. Als Einführung betrachten wir zunächst die Aufgaben des Projektmanagers anhand der Arbeitsgebiete des Project Management Institute (PMI). Anschließend werden Best Practices zu den wesentlichen Themengebieten des Projektmanagements vorgestellt. Dabei wird vor allem auf Projektorganisation und Teamführung und auf die Prozesse zur Initialisierung, Planung und Steuerung von Großprojekten eingegangen.
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Michael Aschenbrenner ist Chefberater im IT-Beratungsbereich der Capgemini sd&m AG München. Nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker an der Technischen Universität München hat er in mehreren Softwareunternehmen zunächst als Softwareentwickler und Architekt dann als Qualitätsmanager, Projektleiter, Berater, Bereichsleiter und Leiter eines Competence Center gearbeitet. Dabei hat er zahlreiche Projekte in der Automobilindustrie, bei Versicherungen und Finanzdienstleistern mitgestaltet, gesteuert und begleitet. In den letzten Jahren lagen seine Schwerpunkte auf dem Projektmanagement und dem Abnahmemanagement von Großprojekten im Public Sector und bei Finanzdienstleistern. Herr Aschenbrenner ist langjähriger Dozent und Mitglied des Prüfungsausschusses "Informationsverarbeitung" der Deutschen Aktuarsvereinigung (DAV). Seit 1997 ist er Lehrbeauftragter für "Informationsverarbeitung in Versicherungsunternehmen" am Mathematischen Institut der Ludwig- Maximilians-Universität München. |
Zu Beginn eines Software-Entwicklungsprojektes sind die Aufwände eines Projektes auf Basis einer groben Spezifikation abzuschätzen. Dies ist dann z.B. Grundlage für die Angebotsstellung an potentielle Auftraggeber. In dieser Vorlesungseinheit werden Methoden zur Aufwandsschätzung vorgestellt und anhand von praxisnahen Beispielen erläutert. Dabei unterscheiden wir zwischen zwei unterschiedlichen Ansätzen: Zum einen „Bottom-up“-Verfahren, bei denen zunächst die Kosten von der Realisierung ausgehend geschätzt und dann aufsummiert werden. Zum anderen „Top-down“-Verfahren, bei denen die Gesamtkomplexität des Projekts in geeigneten Kennzahlen ausgedrückt wird, woraus sich der Aufwand mit Hilfe mathematischer Formeln ableiten lässt. Als ein modernes Top-down Schätzverfahren wird die Use Case Points Methode besonders behandelt.
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Dr. Stephan Frohnhoff ist Mitglied der Geschäftsleitung von Capgemini sd&m. Er studierte Physik in Köln und an der RWTH Aachen sowie Betriebswirtschaften an der FernUniversität Hagen und sammelte schon während des Studiums Erfahrung mit gewerblicher Software-Entwicklung und IT-Beratung. Bei Capgemini sd&m blickt er auf Erfahrung in allen Phasen von Software-Entwicklungsprojekten zurück. Berufsbegleitend promovierte er in Informatik über Aufwandsschätzung. Sein Schwerpunkt liegt aktuell im Projektmanagement. |
Planspiel aus der Anfangsphase eines Projekts zu den Themen Aufwandsschätzung, Risikoanalyse, unter Verwendung von Methoden aus der Capgemini sd&m-Praxis