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SEiP-4. Block: Industrialisierung

Freitag, 29.01.2010, Capgemini sd&m, München, Konferenzzone, EG

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Industrialisierung und Offshore-Entwicklung

Zunächst werden die Ursachen und Hintergründe der Industrialisierung des Software-Entwicklungsprozesses erläutert sowie betroffene Aspekte abgeleitet. Darauf aufbauend wird im Hauptteil konkret auf die Offshore-Entwicklung eingegangen: Modelle für Distributed Delivery, Organisationsformen sowie Projektstrukturen werden aus theoretischer Sicht vorgestellt und durch Erfahrungen aus der Praxis ergänzt. Auch weiche Faktoren, die beim Offshoring beachtet werden müssen, werden diskutiert.

Henrik Ljungström ist Mitglied der Geschäftsleitung von Capgemini sd&m. Basis seiner beruflichen Laufbahn ist sein Studium zum Wirtschaftsinformatiker an der TH Darmstadt. Herr Ljungström hat langjährige Erfahrung in der Abwicklung von Projekten auch im internationalen Kontext mit USA, Polen und Indien. Bei Capgemini sd&m ist er in der Geschäftsleitung für Near- und Farshoring sowie dem Center of Competence Test verantwortlich..

 

Spezialisierung

Für die Industrialisierung typisch ist die Zerlegung eines Prozesses in Einzelschritte. Dies wird am Software-Entwicklungsprozess erörtert: Häufig wird in der Praxis der Test aus dem Gesamtprozess herausgelöst. Daher wird das Konzept einer Test Factory vorgestellt, die als Beispiel für die industrielle Spezialisierung dient. Hierbei werden unterschiedliche Organisationsformen und Eignungskriterien präsentiert und Aspekte der Offshore-Entwicklung in diesem Zusammenhang neu beleuchtet. Abgerundet wird die Vorlesungseinheit durch Erfahrungsberichte aus konkreten Projekten.

Dr. Harald Haller ist Geschäftsbereichsleiter von Capgemini sd&m. Er studierte Mathematik an der TU München und der University of California in Santa Barbara. Anschließend promovierte er an der TU München. Seit 12 Jahren sammelt er in verschiedenen Kundenprojekten Erfahrungen in allen Phasen der Softwareentwicklung. Sein Schwerpunkt liegt im Projektmanagement, wobei er in seiner Aufgabe als Farshore-Koordinator zahlreiche Projekte zum Einsatz von Offshore-Entwicklung und insbesondere zum Offshore-Test beraten hat.

 

Berufsbild Informatiker

Die Informatik und damit auch das Berufsbild des Informatikers sind ständig im Wandel. Trotzdem lassen sich längerfristige Trends erkennen, über die wir in dieser Vorlesungseinheit sprechen möchten: Eine zunehmende Abstraktion von Hardware und Systemsoftware verschiebt den Fokus auf die fachliche Domäne; Integration, Migration und Support gewinnen an Bedeutung; Informatiker entwickeln sich vom Umsetzer zum Gestalter, Geschäftsprozesse und IT-Systeme hängen so eng zusammen, dass sie nur noch gemeinsam optimiert werden können; Soft-Skills werden zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Informatiker.

Im Rahmen dieser letzten Vorlesungseinheit beleuchten wir das Berufsbild des Informatikers aus drei verschiedenen Blickwinkeln: aus der Sicht des IT-Dienstleisters am Beispiel von Capgemini sd&m (Rüdiger Azone, Vorstand), aus der Sicht der produzierenden Industrie am Beispiel der BSH (Dr. Jürgen Sturm, CIO) sowie aus der Sicht eines Finanzdienstleisters am Beispiel der Münchener Rück (Dr. Rainer Janßen, CIO).


Rüdiger Azone ist Mitglied des Vorstands der Capgemini sd&m AG. Nach seinem Informatik-Diplom 1987 an der TU München arbeitete er als Software-Ingenieur und Projektleiter für datenbankgestützte Informationssysteme. 1993 wechselte er zu sd&m und übernahm Führungsaufgaben für den Bereich Banken und Versicherungen sowie die Tochtergesellschaft in der Schweiz. Zum 1.1.2007 wurde Rüdiger Azone zum Vorstand für diese Bereiche ernannt.

Dr. Jürgen Sturm ist seit Juni 2003 CIO bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH.

Dr. Rainer Janßen ist Leiter des Zentralbereichs Informatik der Münchener Rück. Er studierte Mathematik und Informatik in Kiel und Kaiserslautern und wechselte nach der Promotion 1984 an das Wissenschaftliche Zentrum der IBM in Heidelberg, wo er den Bereich Wissenschaftliches Rechnen und Supercomputing aufbaute. Ab 1993 leitete er dann das IBM European Networking Center in Heidelberg, das sich mit Forschung, Entwicklung und Kundenprojekten rund um die Datenautobahn beschäftigte. Seit Juli 1997 ist er bei der Münchener Rück als Group Information Executive für Entwicklung und Umsetzung der globalen Informationsstrategie der Rückversicherungsgruppe verantwortlich.

 

Podiumsdiskussion: Herausforderungen der Industrialisierung aus Sicht der unterschiedlichen Stakeholder

Es diskutieren die Referenten des Nachmittags unter Input aus dem Publikum.

 

Literatur

  • H.-P. Fröschle, S. Strahringer (Hrsg.). IT-Industrialisierung. dpunkt.verlag, 2007.
  • A. Hendel, W. Messner, F. Thun (Hrsg.). Rightshore. Springer, 2008.
  • A. Spillner, T. Linz. Basiswissen Softwaretest. dpunkt.verlag, 3. Auflage, 2005.
  • M. Pol, T. Koomen, A. Spillner. Management und Optimierung des Testprozesses. dpunkt.verlag, 2. Auflage, 2002.

 

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